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Lungenheilkunde (Pneumologie/Pulmologie)

Was ist eigentlich Pneumologie oder Pulmologie? Was umfasst die Lungenheilkunde?

Wie der Name sagt befasst sich diese Fachgebiet der Medizin mit den Erkrankungen der Lunge, ihre Ursache, ihre spezielle Diagnostik sowie ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Waren in früheren Zeiten vor allen Dingen Infektionskrankheiten der Lunge wie besonders die Tuberkulose, die auch tödlich verlief, das Thema sowie partiell in Bergbaugebieten die Silikose, so hat sich dies heute deutlich gewandelt. Die Infektionen der Lunge können mittels wirksamer Antibiotika besser behandelt werden und es ist sogar gelungen die Tuberkulose hier in Deutschland fast zum verschwinden zu bringen. Dies ändert sich derzeit allerdings etwas durch den Zuzug aus Ländern, in denen diese Erkrankung noch weit verbreitet ist.

Auch die Silikose ist deutlich zurück gegangen, da wir in Deutschland kaum noch Bergbau betreiben und die Schutzmaßnahmen vor dieser Erkrankung durch Inhalation von Stäuben stetig versbessert wurden.

Eine wesentlich größere Rolle heutzutage spielten Erkrankungen wie Lungenkrebs, COPD (Chronic obstructive pulmonal disease), Asthma bronchiale.

Lungenkrebs

Der Lungenkrebs war bis vor einigen Jahren bei der Sterblichkeit bei den Männern an dritter Stelle. Seit 2012, der letzten aktuellen Statistik, ist er an erster Stelle, bei Frauen jetzt an zweiter Stelle. Bei der Erkrankung liegt er bei den Männern noch hinter Herzkreislauferkrankungen und Darmkrebserkrankungen zurück. Man geht aber davon aus, dass er in einigen Jahren auch bei den Erkrankungen an erster Stelle stehen wird.

Ursache dafür ist das inhalative Zigarettenrauchen, d.h. der Nikotinabusus.

Dies ist eindeutig nachweisbar, da von 10 Lungenkrebspatienten nur einer nicht geraucht hat. Diese Tatsache ist unbestreitbar.

Diagnostik

Leider gibt es keine speziellen Symptome für Vorhandensein eines Lungenkrebses. Allenfalls sind unspezifische Symptome wie sehr langanhaltender Husten, über den sich ein Raucher meistens nicht wundert, Anzeichen. Sind Blutbeimengungen beim Auswurf ist die Wahrscheinlichkeit eines Lungenkrebses schon deutlicher gegeben und führt dann zu den entsprechenden Untersuchungen wie Röntgen der Lunge, CT der Lunge, MRT der Lunge, Bronchoskopie etc.

Ist ein Lungenkarzinom diagnostiziert, bestehen die Therapiemöglichkeiten in Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie. Meistens werden mehrere Therapiemaßnahmen kombiniert. Welche dies sind, ist abhängig von der Art des Tumors, der Ausdehnung und der Lokalisation.

Aufgrund der Tatsache, dass - wie oben ausgeführt - die Diagnostikmöglichkeiten relativ eingeschränkt sind, ist das wichtigste die Prävention d.h. dafür zu sorgen das es gar nicht erst zum Lungenkrebs kommt. Hierbei ist das Wichtigste nicht zu Rauchen bzw. das Rauchen einzustellen.

Nach Stop des Rauchens sinkt langsam das Risiko für das Auftreten eines Lungenkrebses, möglicherweise bis hin zum Status eines Nichtrauchers. Abhängig ist dies von der Dauer der Zeit, die jemand geraucht hat und die Menge an Zigaretten.

Wichtig ist aber zu wissen das das Rauchen aufhören immer von Vorteil ist und für die Gesundheit was bringt.



COPD (Chronic obstructive pulmonal disease)

Unter der COPD versteht man eine Erkrankung der Lunge bzw. Bronchien, bei der es zu einer Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien kommt. Diese Entzündung wird ebenso wie der Lungenkrebs fast nur durch das Rauchen verursacht.

Zunächst kommt es zu einem Anschwellen der Schleimhäute durch die Obstruktion d.h. Behinderung der Ausatmung der Luft. Der Patient merkt dies durch Atemnot insbesondere bei Belastung. Im weiteren Verlauf kann es dann zu Zerstörung der Schleimhaut und danach zu Zerstörung der darunter liegenden Bronchien kommen. Es wird der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid behindert, und im Extremfall kommt es zu einer Überblähung der Lunge, zu einem sogenanntem Emphysem.

Die Symptomatik ist hier in erster Linie die starke Luftnot. Meistens ist auch Husten mit Auswurf vorhanden.

Diagnostiziert wird die COPD in erster Linie durch die Lungenfunktion, weiterhin auch durch Röntgen der Lunge sowie CT oder MRT.

Die Therapie besteht in Medikamenten, die die Bronchien erweitern evtl. auch Cortison und im Extremfällen auch Sauerstoffgabe.

Wichtig ist auch hier zu wissen das nur durch konsequenten Stop des Rauchens eine weitere Zerstörung der Lunge verhindert wird. Was allerdings schon an Lungengewebe, zerstört ist lässt sich nicht mehr reparieren.

Umso wichtiger ist ein aufhören mit dem Rauchen!

Asthma bronchiale

Unter Asthma bronchiale versteht man auch eine anfallsweise Luftnot. Ausgelöst wird dies durch unspezifische Reize wie Nässe, Feuchtigkeit, Nebel und/oder durch spezielle Allergene z.B. Birken- oder Erlenpollen sowie diverse andere Allergene.

Die Symptomatik besteht auch hier in Luftnot, meistens anfallsweise. Wenn keine Luftnot besteht ist die Lungenfunktion völlig normal und der Patient hat keine Beschwerden.

Diagnostizieren kann man dies durch die Vorgeschichte (am wichtigsten) weiterhin durch eine Lungenfunktion evtl. auch durch Blutteste.

Die Therapie besteht in Antiasthmatika.

Die oben genannten Erkrankungen sind die wichtigsten Erkrankungen mit dem sich die Lungenheilkunde beschäftigt. Daneben gibt es sicherlich auch noch die Erkrankung die früher eine Rolle spielten sowie seltene Erkrankungen die durch den Lungenspezialisten diagnostiziert und behandelt werden.

Dr. med. Hans-Jürgen Beeck

MännerGesundheit e.V.

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