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Die Haut

Aufbau, Funktionsweise, Risiken

ein Artikel von Dr. Franz Vogel, Arzt für Haut - und Geschlechtskrankheiten

Aufbau und Funktion

Die Haut ist unser größtes Organ. Mit einer Oberfläche von ca. 1,5 bis 2 m² macht sie mit dem Unterhautgewebe etwa 20% unseres Körpergewichtes aus. Sie ist nicht einfach eine Folie die uns überzieht, sondern muss verschiedene Aufgaben erfüllen. Sie trennt unser Inneres von der Außenwelt. Sie regelt unsere Temperatur durch Verdunsten von Schweiß, Weitstellen der Hautblutgefäße und dadurch verstärkter Wärmeabgabe. Sie schützt uns durch Engstellen der Gefäße vor verstärkter Wärmeabgabe und isoliert durch das Unterhautfettgewebe.

Die Haut ist von Zellen des Immunsystems durchzogen, sie ist das größte Immunorgan, und schützt unseren Körper vor bakteriellen, viralen und pilzlichen Infektionen.

Die Haut ist ein Stoffwechselorgan: Über Talg- und Schweißdrüsen gibt sie Stoffe aus dem Körper nach außen ab, umgekehrt kann sie auch Stoffe aufnehmen und über Blut- und Lymphgefäße nach innen schaffen, so z. B. Schmerzmittel (Opiatpflaster) und Hormone.

Die Haut ist aus mehreren Schichten aufgebaut: Die äußere Schicht oder Epidermis, die Cutis oder Lederhaut, die Subcutis oder Unterhaut mit dem Fettgewebe. Die Haut verfügt über eine Zahl von Hautanhangsgebilden wie Schweiß- und Talgdrüsen, Haarwurzeln mit Haaren, Nägel. In der Haut finden sich auch kleine Muskeln, die bei Kontraktion die Haare zu Berge stehen lassen oder Gänsehaut erzeugen.

Viele Sinneseindrücke erhalten wir über unsere Haut: Wir spüren über spezielle Nerven-körperchen ob etwas glatt, rau, spitz, scharf, heiß oder kalt ist. Die Haut ist also ziemlich kompliziert gebaut. Wenn ihre Funktion gestört ist, leidet oft der ganze Körper. Es gibt spezielle Hautkrankheiten, aber auch Krankheiten des Inneren, die sich auf der Haut spiegeln. Ob wir uns freuen, ob wir traurig sind, man sieht es unserer Haut an. Die Spannung in der Haut ändert sich: Straff bei Freude, schlaff bei Trauer. Erinnern wir uns an das tröstende Streicheln der Mutter oder die liebkosende Hand der Freundin – wir spüren es über unsere Haut.

Männerhaut ist etwas anders strukturiert als Frauenhaut (Männer haben keine Cellulite). Doch auch Männerhaut braucht Pflege. Ist die Haut bei jungen Männern eher fettig, wird sie mit zu- nehmendem Alter trockener, dünner, leichter verletzlich. Wir können mit geeigneter Pflege gegensteuern und sogenannte Alterungsprozesse verlangsamen und abmildern. Zur Reinigung ist ein Duschbad hygienischer und weniger hautstrapazierend als ein langes heißes Vollbad. Die durch Reinigungsmaßnahmen herbeigeführten Störungen des Fett- und Säureschutzmantels der Haut (die Haut hat einen Oberflächen-pH von 5,5) kann man gut mit Pflegelotionen und –Cremes ausgleichen.

Der Hautkrebs

Leider können sich auf der Haut auch Krebserkrankungen einstellen, die sämtlich mit steigendem Lebensalter zunehmen. Insbesondere sind weißer und schwarzer Hautkrebs zu nennen. Als weißer Hautkrebs werden Basalzellkarzinom (Kurzform Basaliom) und Stachelzellkrebs (Kurzform Spinaliom) bezeichnet. Der schwarze Hautkrebs ist das Melanom, das in verschiedenen Formen auftritt und als gefährlicher gilt. Spinaliome und Melanome können Absiedlungen in andere Organe aussenden (Tochtergeschwülste, Metastasen). Man weiß heute, dass diese Krebsarten besonders bei übermäßiger Besonnung auftreten. Das heißt nicht, dass man gegenüber der Sonne in Panik verfallen muss, sondern, dass man mit der Sonne vernünftig umgeht:

  • Meiden von Sonnenbädern in der prallen Mittagssonne,
  • Auftragen von geprüften Sonnenschutzcremes,
  • angepasste Kleidung.

Dringend empfiehlt sich ein jährliches Screening um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen. Dafür steht Ihr Hautarzt zu Verfügung, der auch spezielle Mikroskope einsetzt, um die Diagnosesicherheit zu erhöhen.

So schlimm ist es also gar nicht, seine Hautgesundheit zu erhalten, so dass dieses „Schicksalsleder“, wie Gottfried Benn die Haut nannte, bis ins hohe Alter gut funktioniert.

Dr. Franz Vogel
Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Allergologie
Hautzentrum Nürnberg
Gründungsmitglied MännerGesundheit e.V.

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