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Hals, Nasen und Ohren

 

Ein Artikel von Dr. Bernhard H. Suchy, Hals-Nasen-Ohren Arzt

In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde gibt 2 Themen, die von Männern und Frauen ganz unterschiedlich gesehen werden:

 

  

Hören 

“Meine Frau sagt ich höre nicht richtig! Dabei höre ich noch gut. Nur manchmal verstehe ich nicht.“

So oder ähnlich berichten zu Beginn viele Männer. Sie werden von Ihren Ehefrauen zum HNO-Arzt geschickt, gehen aber nicht, weil sie Angst davor haben, eventuell ein Hörgerät verordnet zu bekommen. Was also tun? Lässt mein Hörvermögen wirklich mit dem Alter nach?

Gesprochenes ist Schall und Schall besteht aus (mechanischen) Wellen von Luft. Diese mechanischen Wellen gelangen bis zum Innenohr. Im Innenohr befinden sich Haarzellen, die aus den mechanischen Schallwellen elektrische Impulse an den Hörnerven machen. Der Hörnerv leitet die elektrischen Impulse an das Gehirn. Dort erst findet eine Verarbeitung der Impulse und das Verstehen von Sprache statt.

Ein Beispiel: Das Knacken eines Astes. Stellen Sie sich vor, Sie gehen durch einen Wald, es ist dunkle Nacht und kalt. Sie hören einen knackenden Ast. Ihre Aufmerksamkeit wird riesig sein. Ist da ein anderer Mensch? Oder ein Tier?

Nun stellen Sie sich eine andere Situation vor: Sie gehen durch die Stadt, es ist Sonnenschein, viele Menschen sind unterwegs und ein Ast knackt. Die Schallwellen des Knackens gelangen genauso durch die Luft an Ihr Ohr, werden vom Mittelohr übertragen und auch von den Haarzellen in elektrische Impulse umgewandelt. Der Hörnerv kann nicht anders als diese Impulse weiter zum Gehirn zu leiten. Aber in Ihr Bewusstsein wird der knackende Ast kaum gelangen.

Das Gehirn hat also eine Art Filterfunktion, es wird entschieden, was bewusst wird, was verstanden wird und was nicht. Dazu ist ein gutes Hörvermögen wichtig und wenn man schlecht hört, gelangt das meiste gar nicht mehr ins Bewusstsein. Wenn unser Bewusstsein nicht mehr mit Gehörtem gefüllt wird, kann dies zu einem sozialen Rückzug und damit Vereinsamung führen.

Der HNO-Arzt stellt durch einige Tests den Ort und das Ausmaß einer Störung fest. Daraus ergeben sich die therapeutischen Möglichkeiten.

Mit dem Satz „Sie brauchen noch kein Hörgerät!“ oder der Verordnung eines Hörgerätes ist es nicht getan. Im Zusammenleben ist auf ein Reihe von Verhaltensmaßnahmen zu achten. In der Wohnung kann nach dem anderen gerufen werden. Die eigentliche Botschaft sollte aber erst gesprochen werden, wenn der andere gegenüber steht. Das erfordert von beiden Disziplin. Der der gerufen wird muss auf den anderen zugehen! Der der ruft, muss mit seiner Botschaft warten bis der andere da ist! Grundsätzlich gilt für den Schwerhörigen, möglichst nah an der sprechenden Person zu sein (Abstand verringern!) und störende Geräusche zu verringern (zum Beispiel Türen zu, Musik oder Fernseher ausschalten, andere Gesprächsteilnehmer um Ruhe bitten). Eine Hörgeräteverordnung bedeutet nicht, dass man in ein Hörgerätegeschäft geht, eines bekommt und das war es dann. Sie sollten verschiedene Hörgeräte über mehrere Tage ausprobieren. Das Testen der verschiedenen Geräte macht es erst möglich, sich eine eigene Meinung zu den Preisen bilden. Am Ende kann auch stehen, dass Ihnen keines hilft. Dann haben Sie das Recht, alle wieder zurückzugeben und nichts zu bezahlen. Meistens ist Mann positiv überrascht über die Geräusche, die man lange nicht mehr gehört hat: Das Umblättern der Zeitung oder das Singen der Vögel. Und natürlich ist es leichter, an Gesprächen wieder teilzunehmen.

 

 

Schnarchen

Schnarchen tritt bei vielen Männern auf und meistens merkt es der Schnarcher selbst nicht. Die Partnerin stört es jedoch, so dass diese den Mann zum Arzt schickt. Das Schnarchen kann Symptom einer gefährlichen Krankheit oder „nur ein harmloses Schnarchen“ sein.

Die Krankheit nennt man Schlafapnoesyndrom und beinhaltet Atempausen. Diese Atempausen führen zu einem hohen CO2-Gehalt und niedrigem O2-Gehalt im Blut. Das Gehirn registriert dies und es kommt zu einer Weckreaktion (Aufwachen). Der Patient beginnt wieder zu atmen. Von all dem bekommt der Mann meist nichts mit. Morgens ist er jedoch nicht ausgeschlafen, weil er nie in die Tiefschlafphasen kam. Die Tagesmüdigkeit kann zum Sekundenschlaf und somit schweren Unfällen führen. Auch das Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlafanfall zu erleiden, ist bei dieser Krankheit erhöht.

Der HNO-Arzt gibt dem Mann zur Untersuchung ein Gerät mit nach Hause, das nachts alle wichtigen Funktionen aufzeichnet. Eventuell sind zusätzlich eine Untersuchung im Schlaflabor und weitere Untersuchungen nötig.

Die Krankheit wird meist mit einer Überdruckmaske behandelt. Auch Operationen kommen in Frage. Grundsätzlich sollte ein Übergewicht abgebaut werden.

Wenn es um ein harmloses Schnarchen geht, kann dieses in vielen Fällen beseitigt werden. Zur genaueren Lokalisation der Vibrationen wird der Patient im Schlaf (in Narkose) in Nase, Rachen, Kehlkopf und Luftröhre untersucht. Je nach Lokalisation bieten verschiedene Operationen eine Beseitigung des Schnarchens. Manchmal reicht schon eine Operation der Nase, um eine gute Nasenatmung zu ermöglichen, so dass der Mund nachts geschlossen bleibt.

 

Dr. Bernhard H. Suchy
HNO-Arzt, Belegarzt, ambulante Operationen
Äußerer Laufer Platz 20
90403 Nürnberg
www.nuernberg-hno.de

 

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