Mann bleib gesund!

Willkommen bei Männergesundheit e.V.

Bild ist nicht verfügbar
Slider

Schlaganfall


Prof. Dr. med. Bernhard Neundörfer,
Priv. Doz. Dr. med. Katrin Druschky und
Priv. Doz. Dr. med. Achim Druschky 

 

Der Schlaganfall kann jeden MANN treffen

In Deutschland erleiden jedes Jahr ca. 150000 Menschen einen Schlaganfall, d.h. ca. alle 3-4 Minuten tritt ein Schlaganfall auf. Er stellt die dritthäufigste Todesursache nach der koronaren Herzerkrankung und den Krebserkrankungen dar. In den nächsten Jahren ist mit einem weiteren Anstieg der Schlaganfälle zu rechnen, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden. Obwohl in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in der Akutbehandlung des Schlaganfalls zu verzeichnen sind, ist der Schlaganfall nach wie vor die häufigste zu dauerhafter Behinderung führende Erkrankung. Zur Zeit leben in Deutschland1-1.5 Mio. Menschen mit Behinderungen aufgrund eines Schlaganfalls. Deshalb kommt neben einer gezielten sofortigen Behandlung der Vorbeugung eine ganz wesentliche Bedeutung zu. Der MANN hat ein um ca. 19 % höheres Risiko einen Schlaganfall zu bekommen, als die Frau.

 

Was ist ein Schlaganfall?

In 80% der Fälle kommt es zu einer Minderdurchblutung des Gehirns, in 20% zu einer Einblutung ins Gehirn durch ein geplatztes Gefäß. Durchblutungsstörungen werden meist durch Blutgerinnsel ausgelöst, die sich in Ablagerungen der Hals-, Hauptschlagadern oder im Herzen bilden, von dort ins Gehirn wandern und die Gefäße verstopfen.

Durch die Minderdurchblutung kommt es zu einem Verlust wichtiger Gehirnfunktionen, nach einigen Minuten ohne Sauerstoff sterben bereits Gehirnzellen ab.

 

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Das Unwissen über den Schlaganfall ist groß. Eine amerikanische Studie zeigte, dass 58 % der befragten Patienten gar nicht realisierten, einen Schlaganfall oder dessen Vorläufer, eine sogenannte TIA, eine nur vorübergehende Durchblutungsstörung, zu erleiden. Deswegen warteten sie erst einmal zu hause ab, ob die Symptome wieder verschwinden. Dies kann fatal sein, da der Zeitfaktor die bedeutsamste Variable in der Schlaganfalltherapie darstellt.

Kommt der Patient rechtzeitig in die Klinik, kann eine schnelle Therapie mit einem blutverdünnenden Medikament (Lyse) die Verstopfung auflösen.

Nach einer TIA ereignet sich in 10% der Fälle innerhalb von 4 Wochen ein Schlaganfall!

Symptome eines Schlaganfalls sind plötzliche Taubheitsgefühle und Schwäche einer Körperseite, plötzliche Sprachprobleme oder Verständnisschwierigkeiten, plötzliches unscharf oder doppelt sehen, plötzlicher Schwindel und Gleichgewichtsstörungen und plötzlich einsetzende untypische Kopfschmerzen, möglicherweise begleitet von einem steifen Nacken.

 

Welche Risikofaktoren gibt es und was kann ich tun?

Der Bluthochdruck stellt den größten Risikofaktor dar, gefolgt von Diabetes, Rauchen, erhöhten Blutfetten, Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol, Stress, familiärer Belastung, männliches Geschlecht und Alter. Mehrere Faktoren wie z.B. Rauchen und hoher Blutdruck erhöhen das Risiko bis zu 20-fach! Eine britische Studie zeigte kürzlich aber auch, dass ein gesunder Lebensstil (Nichtrauchen, Sport, wenig Alkohol, mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag) das Risiko halbieren kann. In der Studie wurde auch deutlich, dass Frauen gesünder leben als Männer.

Neben der konsequenten Behandlung von Blutdruck, Diabetes und einer Fettstoffwechselstörung, werden eine regelmäßige sportliche Aktivität, eine Verringerung des Übergewichts, eine Nikotinkarenz sowie eine salzarme, Obst- und ballststoffreiche Kost empfohlen, um das Schlaganfallrisiko deutlich zu verringern.

Darüber hinaus gilt generell, dass man, wenn in der Familie Schlaganfälle aufgetreten sind und man unter Risikofaktoren leidet, ab dem 40. Lebensjahr zum Ultraschall der Hals- und Hirnarterien gehen sollte. Werden Verengungen gefunden, wird die Untersuchung jedes Jahr wiederholt, ansonsten alle 3 Jahre.

 

 

Ein Artikel von:

Prof. Dr. med. Bernhard Neundörfer,
Priv. Doz. Dr. med. Katrin Druschky,
Priv. Doz. Dr. med. Achim Druschky 
 

zum Anfang

MännerGesundheit e.V.

Der gemeinnützige Verein MännerGesundheit e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht das Gesundheitsbewusstsein von Männern - speziell hier in Franken - zu verbessern. Dazu wird alle 2 Jahre ein Männergesundheitstag in Nürnberg veranstaltet. Außerdem werden hier im Web umfangreiche Artikel zum Thema Männer- Gesundheit angeboten..

Kontakt

MännerGesundheit e.V.
Spittlertorgraben 29
90429 Nürnberg.

Tel.: 0911 / 274 55 54
Fax: 0911 / 274 59 70

E-Mail: info@maennergesundheit.biz

Copyright © 2017. MännerGesundheit e.V. All rights reserved