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Atem holen

Rauchen - Chronische Bronchitis - Lungenkrebs

 

ein Artikel von Dr. Hans-Jürgen Beeck, Facharzt für Innere Medizin

 

Lungenerkrankungen spielen in unserer Zeit eine immer größere Rolle. Und man geht davon aus, dass sie in der Zukunft in der Liste der Erkrankungen und der Todesursachen immer mehr nach vorne rücken werden.

Hauptursache für die Chronische Bronchitis und den Lungenkrebs ist das Rauchen.

In Deutschland rauchen derzeit ca. 21 Millionen Menschen, d.h. 1/3 der erwachsenen Bevölkerung. Überwiegend sind es Männer, auch wenn Frauen zunehmend mehr rauchen. Durch das Rauchen sterben ca. 110-140 Tausend Menschen pro Jahr in Deutschland. 2/3 dieser Todesfälle ergeben sich aus Lungenerkrankungen (Chronische Bronchitis, Lungenüberblähung,  Lungenkrebs), 1/3 aus Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folge des Rauchens.

Erschreckend ist, dass Jugendliche immer früher mit dem Rauchen anfangen.

Die gesundheitlichen Folgen sind zu Anfang nicht oder nur wenig zu merken. Fast jeder Raucher entwickelt aber im Verlauf seiner Raucherkarriere eine Bronchitis, die sich zu einer  Chronischen Bronchitis, bzw. Chronisch-Obstruktiven Bronchitis entwickeln kann.

Die Symptome sind Husten, meistens mit morgendlichem Auswurf und im weiteren Verlauf dann Atemnot. Die Belastungsfähigkeit nimmt ab und in den fortgeschrittenen Stadien kann Sauerstoffgabe notwendig sein.

Dabei ist es zum Gegensteuern nie zu spät. Zwar kann sich  Lungengewebe, das zugrunde gegangen  ist, nicht mehr regenerieren. Aber eine weitere Zerstörung kann verhindert werden und die Symptome der Bronchitis gehen zurück und man fühlt sich wieder wohler.

Durch Untersuchungen der Lunge kann festgestellt werden, ob eine leichte Beeinträchtigung der Lungenfunktion, die sich vollkommen zurückbilden kann, vorliegt, oder schon eine chronische Bronchitis oder eine Lungenüberblähung. Im letzteren Fall können dann Medikamente und andere Therapie Maßnahmen notwendig sein.

Schlimmste Folge des Rauchens kann der Lungenkrebs sein!

Zwar gibt es auch immer wieder den Fall, dass jemand Lungenkrebs bekommt und nie geraucht hat. Aber die Zahl dieser Fälle ist sehr klein. Fast alle, bei denen ein Lungenkrebs festgestellt wird, rauchen oder haben geraucht.

Dabei steigt die „Chance“, Lungenkrebs zu bekommen mit der Zahl der Jahre, die geraucht wird und der Anzahl der Zigaretten.Da die Zahl der Raucher zunimmt, wird die Zahl der Patienten mit Lungenkrebs zunehmen. Man rechnet damit, dass der Lungenkrebs  als Todesursache in der Zukunft mit an vorderster Stelle stehen wird.

Das Heimtükische ist, dass der Lungenkrebs in den Frühstadien keine oder nur unspezifische Symptome macht.

Der anhaltende Husten wird als normal angesehen, da ihn fast jeder Raucher hat. Und Schmerzen verursacht der Lungenkrebs erst im fortgeschrittenen Stadium, ebenso eine Gewichtsabnahme und Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

Umso wichtiger sind Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere für Raucher. Wenn dabei ein Lungenkrebs im Frühstadium entdeckt würde, kann sogar eine vollständige Heilung möglich sein.

Am wichtigsten ist aber das Aufgeben des Rauchens!

Hierbei kann der Arzt helfen, z.B. mit unterstützenden Gesprächen und  mit Medikamenten. Voraussetzung ist allerdings in jedem Fall, dass der Raucher das Rauchen wirklich aufgeben will.

Ein Versuch lohnt sich immer, auch wenn es nicht immer beim ersten Anlauf klappt. Man sollte es immer wieder versuchen, denn man kann für seine Gesundheit nur gewinnen!

Atem holen ist dann wieder unbeschwert möglich!

 

 

Dr. Hans-Jürgen Beek
Facharzt für Innere Medizin
Gründungsmitglied MännerGesundheit e.V.

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